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IMPRESSIONEN
Der Haustrunkkeller

Der Weg durch den weitläufigen Weinkeller des Gutes führt
gleich zu Beginn durch den „Haustrunkkeller“. Der
Name erinnert an die guten alten Zeiten, als den Mitarbeitern
noch ihr Haustrunk zugestanden hat – von einem Liter pro
Tag für die Jungen bis zu fünf Litern für die
Altgedienten. Der Winzer und Fuhrmann Urban, ein Leben lang mit
dem Weingut verbunden, stand an seinem 90. Geburtstag auf der
Treppe dieses Kellers und offenbarte seinen staunenden Gratulanten
mit ausholender Geste über die Reihen von großen Holzfässern
mit zusammen mehr als 40.000 Litern Kapazität: „Schaut
nur, das hab ich alles ausgetrunken.“
Hochzeitsfass

Auf dem weiteren Weg durch den Gutskeller begegnet dem Besucher
das prachtvolle Hochzeitsfass. 1884 hat es der damalige Besitzer
des Weinguts von seinem Schwiegervater zur Hochzeit bekommen
– verbunden mit der eingeschnitzten Pfälzer Lebensweisheit:
„Von der Wiege bis zur Bahre, Trinken ist das einzig Wahre.“
"Forster Mariengarten"

Auch die überlebensgroße Madonnen-Statue, die oberhalb
von Forst übers Rebenmeer blickt, geht auf eine Initiative
des Weinguts Dr. Deinhard zurück. Bis 1927 hatte das Gut
dort ein größeres geschlossenes Weinbergsareal in
bester Hanglage erworben und Gutsbesitzer Kommerzienrat Hoch
hob den Lagennamen „Mariengarten“ aus der Taufe.
Um den herrlichen Ausblick über die Rheinebene gebührend
genießen zu können, lies er eine Aussichtsterrasse
anlegen und die nach barockem Vorbild in Franken geschaffene
Statue aufstellen, auf dass sie die wertvollen Weinberge beschütze.
Mit dem Weingesetz von 1971 wurden die Weinberge der Lage „Ungeheuer“
miteinbezogen. Seither ist der „Forster Mariengarten“
eine Großlage mit den besten Haardtrandlagen von Forst
und Deidesheim.
Eva im Weinberg

Als Anfang der 1950-er Jahre Kommerzienrat Hoch, Inhaber des
Weinguts Dr. Deinhard, die Umbenennung der Lagenbezeichnung „Waldberg“
in „Paradiesgarten“ veranlasste, ließ er zur
optischen Unterstreichung des neuen Namens eine Eva-Statue aus
Sandstein aufstellen. Das rief prompt die hohe Geistlichkeit
auf den Plan. Der Herr Pfarrer erblickte in den properen Rundungen
der Schönen eine Gefährdung für Moral und Anstand.
Es kam zu einem lautstarken Wortwechsel nach rechter Pfälzer
Art, bei dem der Kommerzienrat dem Geistlichen einen Besuch der
päpstlichen Museen in Rom empfahl, um die dortigen Meisterwerke
auf deren Sittlichkeit hin zu überprüfen. Schließlich
wurde ein Kunstschmied bemüht, und bald rankten sich schmiedeeiserne
Reben um Evas anatomische Vorzüge. Später jedoch ließ
die Holde ihre metallenen Hüllen wieder fallen und steht
seither wieder nackt, wie der Bildhauer sie schuf, im „Paradiesgarten“,
zwei Gewannwege unterhalb des Wanderwegs Deutsche Weinstraße. |
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